Hotel Artemis – Filmreview

Hotel Artemis gehört, meiner Meinung nach, zu den viel zu wenig beachteten Filmen diesen Sommer. Wenn ich nicht per Zufall durch eine Zeitschrift geblättert hätte, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, für diesen Film ins Kino zu gehen.

Vorab sei angemerkt, dass alleine der Cast es schon Wert ist, ins Kino zu gehen. Aber dazu weiter unten mehr!

Bitte einscannen!

Name: Hotel Artemis
Erscheinungsdatum:
26. Juli 2018 Deutschland
Regie:
Drew Pearce
Schauspieler*innen:
Sofia Boutella, Jodie Foster, Dave Bautista, Sterling K. Brown, Jeff Goldblum, Charlie Day, Zachary Quinto
Drehbuch:
Drew Pearce
Musik:
Cliff Martinez
Laufzeit:
1 Stunde und 50Minuten
Genre:
Thriller/Mystery/Sci-Fi

Inhalt

Der Film, „Hotel Artemis“, spielt in Los Angeles im Jahr 2028. Die Polizei liefert sich mit wütenden Bürger brutale Straßenschlachten. Ein einzelner Konzern hat das Wasser privatisiert und verteilt es ungerecht, so dass es zu Unruhen kommt. Zwei Brüder nutzen diese Unruhen, um eine Bank zu überfallen, werden aber von den Polizisten gestellt und es kommt zu einer Schießerei. Die beiden werden verletzt und wenden sich an das Hotel Artemis. Jean Thomas (Jodie Foster) kümmert sich dort um kriminelle Verletzte. Um dort versorgt zu werden, braucht man einen Chip. Jean hat genaue Regeln, an denen sich zu halten gilt, sonst verarztet sie die Patienten nicht. Everest (Dave Bautista) ist ihr Assistent und kümmert sich mit ihr um die Patienten oder spielt den Entsorger, wenn mal jemand meint, sich nicht an die Regeln halten zu müssen. Im Hotel befinden sich noch andere Kriminelle, unter anderem der Waffenhändler Acapulco (Charlie Day), die Killerin Nice (Sofia Boutella) und Gangsterboss Wolfking (Niagara; Jeff Goldblum). Es ist „ein Mittwoch wie immer“, wie Jean betont, während sie an die Arbeit geht. Leider haben es die Gäste nicht unbedingt mit dem Einhalten der Regeln und zu allem Überdruss fängt Jeans Vergangenheit sie ein, sodass es kein ganz so üblicher Mittwoch im Hotel Artemis wird…

Everest und Jean (Dave Bautista und Jodie Foster)

Kritik

Hotel Artemis zu bewerten, fiel mir etwas schwer. Nach dem Abspann war ich irritiert, weil mir der Film nicht so lang (fast zwei Stunden) vor kam und ich sehr gerne mehr gesehen hätte. Der Film war nicht unvorhersehbar, aber unterhaltsam. Mir gefiel vor allem Jodie Foster als Jean. Von ihr sehen wir am meisten und erfahren auch intensiv, was in ihrer Vorgeschichte geschehen ist (da es ein Hauptteil der Story des Films ausmacht). Aber sie hat eine so unglaublich zynische Art dabei, die sie sehr sympathisch macht. Vor allem ihre Rückblicke und ihre Reaktionen sind emotional und nachvollziehbar. Im allgemeinen ist sie unglaublich tough und sehr respektiert, allen voran bei Gangsterbossen, wovor sich wohl andere Leute eher in die Hose machen würden. Zudem wird sie sehr geschätzt und gerade Waikiki zeigt auf, wie dankbar die meisten sind, dass sie sich kümmert. Die anderen Charaktere sind eher schemenhaft. Wir bekommen von niemandem viel aus der Vergangenheit zu sehen und nur durch ein paar Unterhaltungen überhaupt einen Einblick in ihre Laufbahn als Kriminelle. Was eine gute erzählerische Art ist und ein gut gewähltes Stilmittel war, um in dem laufenden Film ein paar kleine Informationen einzustreuen.

 

Tolle Dialoge und noch tollere Schauspieler gibt es hier zu sehen

 

Es passiert viel durch Dialoge, was ich ziemlich begrüße. Hotel Artemis will kein „actiongeladener Blockbuster“ sein und das ist er auch nicht. Diese Abwechslung macht ihn zu einem guten Film, allen voran aber die gut choreographierten Kampfszenen, die wir zu sehen bekommen und die tollen Schauspieler*innen.

Der Cast ist gemischt und was mir besonders gut gefallen hat: Es gibt keine Damsel in Distress. Jean muss nicht gerettet werden, sie rettet schwerverletzte, stellt sich ihrer Angst, aber bekommt es auch alleine hin – die Hilfen, die sie annimmt, basiert auf Vertrauen in Everest und nicht, weil sie machtlos oder schwach ist. Und das finde ich gut.

Von der Welt „draußen“ erleben wir nicht sehr viel, aber ich würde den Film auch eher in Richtung Cyberpunk bzw. Sci-Fi einordnen und wäre neugierig, mehr davon zu sehen. Deshalb war das Ende für mich auch so schade – ich war neugierig, wie es mit den Charakteren weiter geht, was Jean macht und wie die Welt um Hotel Artemis aussieht.

Hotel Artemis hat es auf jeden Fall geschafft, mich zu unterhalten und soweit zu fesseln, dass das Ende für mich viel zu früh kam. Es ist eine Mischung aus Cyberpunk (Sci-Fi), Mystery und Thriller, wobei sich der Film auf die Charaktere und Dialoge stützt, getoppt mit gut eingestreuten Kampf- und Actionszenen. Die Gestaltung der Welt und das Prinzip vom Hotel Artemis ist eine interessante Geschichte und defintitiv mehr Screentime wert. Wer sich für diese Genres interessiert, sollte sich Hotel Artemis auf jeden Fall ansehen!

 

Mal eine Abwechslung zu den ganzen, großen Blockbustern.

Wertung:

4 von 5

Über: Mona

Mona ist Hobbyzeichnerin, „Casual Gamer“, Manga & Anime vernarrt, liebt Pockys und Mochis und schreibt hier ab und zu Reviews über Merchandise, Manga, Anime oder TV Shows. Ihr Lieblingsgenre ist Sci-Fi, Cyberpunk, Action und Fantasy/Supernatural.

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