Preorder oder nicht Preorder? Das ist hier die Frage!

Heute gab es einen interessanten Artikel auf Venturebeat, der von einem gerichtlichen Verbot von Preorders für Videospiele berichtet, sofern diese kein festgelegtes Release-Datum oder Zeitfenster angeben.

Dabei geht es um Begriffe wie „Erscheint bald“ oder „Bald verfügbar“.

Ursprünglich geht es in dem Urteil um eine Vorbestell-Aktion von Media-Markt für ein neues Samsung Smartphone im Jahr 2016.

Auf Nachfrage beim Verbraucherschutz wurde Venturebeat erklärt, dass sich dieses auf alle Konsumprodukte, also auch Videospiele, bezieht.

Ich denke 99% aller Leser denken sich jetzt erstmal „Super, dann muss ich mein Fallout, Last Guardian oder Death Stranding  Mega-Legend Specialedition nicht wieder 5 Jahre im Voraus bestellen, weil ich es muss“.

Zugegeben, dieses kam mir auch in Sinn.

Und dann dachte ich weiter…

Preorders sind für Studios ein guter Indikator, wie ist die Nachfrage? Gibt es konstante Nachfrage oder nur nach der E3 Enthüllung? Muss ich mehr Werbung schalten?

Wenn Studios um dieses Instrument der Analyse weiter nutzen wollen, müssen sie sich frühzeitig zumindest auf ein Zeitfenster einlassen.

Ich weiß nicht, ob dem Verbraucherschutz ein „Erscheint Anfang 2019“ genügt oder zumindest ein Monat angegeben werden muss.

Jetzt gibt es aktuelle Titel wie Death Stranding welches man zwar vorbestellen kann, aber das Datum natürlich in den Sternen steht.
Nun muss man aber ein Jahr zurückdrehen und an Crackdown 3 erinnern.

Es gab im letzten Jahr Hands-On und Preview Events, die so durchwachsen liefen, dass man das Spiel nach hinten schob.
Erst einmal ohne ein Release-Datum und dank E3 2018 wissen wir auch dort, dass es im Februar 2019 erscheint.

Vielleicht war es ein gutes Gespür vom Xbox-Chef Phil Spencer, als er letztes Jahr auf der E3 ankündigte, wenn möglich nur noch Spiele zu zeigen, die in einem definitiven Zeitfenster von 12-18 Monaten erscheinen sollen.

Auf jeden Fall zeigte es Spielern, dass man mehr Wert auf Transparenz gegenüber dem Konsumenten legt.

Vorbildlich wenn man sieht, wie lange The Last Guardian angekündigt war und wie lange man wohl auf Death Stranding warten wird.

Etwas was in der Gleichung bislang nicht auftauchte: Kickstarter.

Wie viele Spiele werden auf Kickstarter zur Finanzierung beworben?

Hunderte? Tausende? Hunderttausende?

Das Problem ist, ab einem bestimmten Level der Zuwendung bekommt der Unterstützer eine Kopie des Spiels.
In der Natur der Sache ist das Spiel nicht einmal in einer Alpha-Version einsehbar, sondern meist nur eine Vision oder eine Handvoll Quell-Code.
Wie dort zu verfahren ist, oder deutsche Supporter demnächst ausgeschlossen werden, steht wohl in den Sternen.

Regulierung um der Regulierung willen könnte man sagen. Wieder einmal hat man versucht, für den Bürger mehr Sicherheit im Handel zu erlangen, doch ähnlich wie beim beabsichtigten Uploadfilter, der weltweit Memes und Gifs in Twitter und Social Media illegal macht, ist man über das Ziel geschossen.

Ich hoffe und bin gespannt, wie dieses Urteil nach der Rechtsgültigkeit angewendet wird!

 

 

Dieses wird mein erster Blogpost meines jungen Lebens*hust*
Ich hoffe, er gefällt 🙂

 

Schlagwörter PreorderUrteilVerbraucherschutzVorbestellen

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