WWE Clash of Champions – Recap

Mit Clash of Champions ging der letzte PPV des Jahres 2017 über die Bühne und schon im Voraus hat man sich gefragt, ob man diesen PPV überhaupt braucht. Entweder nur Rematches oder aus dem Ärmel geschüttelte Matches. Trotzdem gab es die eine oder andere Überraschung.

United States Championship

Baron Corbin vs Bobby Roode vs Dolph Ziggler

Zuerst ein mal die wichtigste Frage: Wieso ist Ziggler mit dabei? Er hatte keinerlei Verbindung mit dem US Title in letzter Zeit. Nicht einmal Roode hatte eine richtige Verbindung dazu. Das Match wurde aus dem Nichts angekündigt.

Trotz fragwürdiger Ansetzung ging es schnell zur Sache und es gab viele gute Spots. Baron wirkte zu Beginn sehr stark und squashte nahezu seine Gegner. Da Corbin nicht gerade für seine Technik bekannt ist, waren alle seine Spots zwar heftig, aber wenig athletisch. Da ging es in den Phasen zwischen Ziggler und Roode schon mehr zur Sache. Roodes Rock Bottom lag irgendwo zwischen The Rock und Omega gegen Okada 3. Zum Ende hin gab es viele Near Falls. Der Titel war Roode schon fast sicher nach dem Glorious DDT gegen Ziggler, hätte ihn Corbin nicht aus dem Ring gezogen. Das Ende kam hingegen sehr überraschend. Roode im End of Days und Ziggler setzt während dessen zum Zig Zag an. Pinfall und Ziggler ist der neue Champion. Trotz großem Talent von Ziggler, vermute ich hier mal wieder den Einsatz von Smart Money. Was das ist? Wie auf so ziemlich alles andere, kann man auch auf Wrestling wetten. Das Creative Team (das die Matches und deren Ausgänge schreibt) ändert die Ausgänge dahingehend, dass der mit der besten Quote gewinnt, aber nicht ohne einen großen Haufen Geld der davor auf ihn gesetzt wurde. Bestes Beispiel hierfür ist Zack Ryders Titelgewinn bei Wrestlemania 32, welchen er einen Tag danach wieder verloren hat.

Smackdown Tag Team Championship

The Usos vs The New Day vs Chad Gable & Shelton Benjamin vs Rusev & Aiden English

It’s Rusev Day. Yes, it is. Auch dieses Match ist das Opfer einer sehr willkürlichen Ankündigung und Rematches. The Usos vs the New Day war zwar sehr unterhaltsam, doch wir kennen die Geschichte zu genüge. The Usos vs Chad Gable und Shelton Benjamin ist ein Rematch, welches The Usos via Count Out verloren haben. Was Rusev und English hier machen ist allerdings noch fragwürdig.

Es kam hier deutlich weniger zu der typischen zwei Mann-Action die man von Multi Man Matches gewohnt ist, wo „zufällig“ alle anderen aus dem Ring gefallen sind. Rusev und English haben erstaunlich gut zusammen funktioniert und waren etwas erfrischend Neues. Nicht nur hat Rusev alleine gehandelt, sondern auch zusammen mit seinem Partner/singendem Ansager. Gable zeigte genug (und heftige) German Suplex um zu glauben sie haben den falschen American Alpha gewählt, den Sohn von Kurt Angle zu porträtieren. Die Titelverteidigung der Usos ist etwas enttäuschend, da Gable und Benjamin, und Rusev und English eine bessere Leistung abgegeben hätten bzw. mal etwas frischen Wind ins Titelgeschehen gebracht hätten.

Smackdown Women’s Championship

Charlotte Flair vs Natalya

Ist es ein Lumberjack oder ein Lumberjill Match. Anscheinend ist sich auch die WWE nicht sicher und folgt getreu ihrem Credo: Ach, schmeißt einfach so viele Frauen wie möglich in den Ring, irgendwas wird schon rauskommen. Die größte Überraschung war, dass die meisten Frauen hier außerhalb des Rings sind und nicht zum hundertsten Mal in ein Multi Women Match gesteckt wurden.  Die Aufmerksamkeit lag eindeutig auf den Geschehnissen außerhalb des Rings. Die Stipulation kam auch oft zum Einsatz und zeigte ein paar gute Spots, allem voran Naomis Top Rope Cross Body. Eine weitere Überraschung war der versuchte Cash In von Carmella, der jedoch leider verhindert wurde. Dass das Finish via Submission kam, ist hierbei keine Überraschung. Die Fehde zwischen Charlotte und Natalya dürfte damit vorbei sein, mit Charlotte als Champion. Das selbe wird es höchstwahrscheinlich heute Abend bei Raw geben. Die Promo von Natalya nach dem Match lässt rätseln, was man mit ihr als nächstes vor hat.

Breezango vs The Bludgeon Brothers

Was mich hier verwundert ist der Zeitpunkt des Matches. Es hat alle Voraussetzungen für das Pre-Main Event, welches meistens dafür da ist, dass man den Raum verlassen kann um aufs Klo oder sich was zu trinken gehen kann, ohne etwas Wichtiges zu verpassen. Bei Raw gebührt diese Ehre meistens den Cruiserweights. Das Match war quasi ein Squash der Bludgeon Brothers für Breezango. Ihr Finisher könnte mehr Impact vertragen, aber sonst war das Match nichts besonderes.

Bevor wir ins nächste Match gehen, will niemand das Buff King Dedede-Schild ansprechen?

Sami Zayn und Kevin Ownes vs Randy Orton und Shinsuke Nakamura

Special Referee Shane McMahon und Daniel Bryan

Falls Owens und Zayn verlieren, werden sie gefeuert

Das Match hat schon mal den Titel für die längste Beschreibung gewonnen. Der Aufbau hierher hat fast vier Monate gedauert. Angefangen hat alles beim Summerslam, wo Shane auch schon den Referee gemimt hat. Dann sind er und Owens selber einander geraten inklusive blutigem Beat Up von Mr. McMahon. Während des Hell in a Cell Matches rettete Zayn Owens und half ihm Shane O’Mac zu besiegen. Daraufhin kosteten die beiden Smackdown das Match bei der Survivor Series. Also ging man mit ordentlich Spannung in das Match.

Es ist toll zu sehen, dass Randy „3 Moves“ Orton endlich mal ein paar mehr Moves gezeigt hat und nicht immer die selben drei genommen hat. Trotz guter in Ring Performance der vier Worker, war das Interessanteste die Interaktion zwischen Shane und Bryan. Sie kamen immer wieder aneinander, zählten Pins womit der andere unzufrieden war und unterbrachen sich sogar. Das alles führte dazu, dass Bryan genug hatte und für Owens und Zayn einen Fast Count vollzog. Da ist entweder ein Heel Turn von Bryan unterwegs oder eine Fehde mit Shane McMahon.

WWE Champion

AJ Styles vs Jinder Mahal

Endlich ist es vorbei. Endlich ist der Fehlversuch Mahal vorbei. Wir mussten mehr als sechs Monate ertragen, wie die Main Event Scene von einem Undercardler angeführt wurde. Warum? Weil die WWE in Indien unbedingt Erfolg haben wollte. Deswegen hat man den einzig indisch aussehenden Wrestler genommen, der eigentlich Kanadier ist. Leider hat man ihn davor zum Jobber degradiert und keiner hat sich um ihn geschert. Und von einem Tag auf den anderen sollen wir ihn als Topstar akzeptieren. Doch endlich ist es vorbei.

AJ hat natürlich eine tolle Perfomence abgeliefert, doch Mahal war nicht so schlecht wie sonst. Man merkt er hat sich weiterentwickelt. Zwar noch nicht auf Uppercard Niveau, aber ganz solide. Beide haben ein paar gute Spots gezeigt, welche auch ein paar Near Falls mit sich herbrachten. Es ist im Großen und Ganzen kein schlechtes Match gewesen, aber auch kein Main Event. Eine nette Metapher, dass AJ hat Mahal abklopfen lassen.

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