Review: Final Fantasy XV: Gefährten – Was kann der Multiplayer

Bevor wir mit dieser Review starten, gibt es eine große SPOILER-Warnung. Hier wird zur Story von Final Fantasy XV gespoilert. Nachdem das nun geklärt wurde kann es ja losgehen.

Seit seinem Release wurde Final Fantasy XV mit reichlich Updates und Erweiterungen bedacht. Der Gefährten-Multiplayer ist eine davon. Hinter dieser Erweiterung verbirgt sich jedoch mehr als der offensichtliche Multiplayer. Eine eigene Story, neue Mechaniken und Orte. Es ist mehr von dem was man kennt, mehr von dem was man will und etwas vollkommen Neues. Doch erstmal gehen wir der Reihe nach.

 

For Hearth and Home

Wie bereits erwähnt besitzt die Multiplayer-Erweiterung eine eigene Story. Diese führt zwei Storystränge des Hauptspiels nicht nur weiter, sondern auch zusammen. Zum einen wird hier die Geschichte der Kingsglaive aus dem gleichnamigen Film weitererzählt. Die Ereignisse des Films zeigen was zu Beginn des Spieles in Insomnia, während der der Invasion passiert. Im Zentrum der Ereignisse stehen neben König Regis und Luna, auch die Kingsglaive, Elitesoldaten im Dienste des Königs von Lucis.

Der andere Aspekt der Story behandelt die World of Ruin. In dieser findet sich Noctis nach seinem Erwachen wieder. Die Geschichte setzt sechs Monate nach dem Verschwinden von Noctis an. Mit einem ausgiebigen Charakter-Editor erstellt Ihr euch ein Mitglied der Kingsglaive. Leider hat diese ihr Gedächtnis verloren. Zum Glück ist Liberitus da um uns zu helfen, welcher eine wichtige Rolle im Film gespielt hat. Er führt uns nach Lestallum, eine der letzten Instanzen Eos‘. Und ab da beginnt eure Haupttätigkeit im Multiplayer: Energie sammeln.

Lestallum’s Kraftwerk muss jetzt nicht nur eine Stadt, sondern ganz Eos mit Energie versorgen. Die jeweilige Energie erhaltet Ihr via Meteorsplitter, welche Ihr als Belohnung für erfüllte Missionen bekommt. Und genau so funktioniert der Multiplayer. Der Mehrspieleraspekt ist missionsbasiert. Mit der Euch vorhandenen Energie schaltet Ihr neue Orte frei und versorgt diese mit Energie. Die Weltkarte ist hier aufgebaut wie der Skilltree aus Final Fantasy XV. Versorgt ihr einen Ort mit Energie, öffnen sich neue Wege zu anderen Orten, bei denen Ihr das selbe macht. Die meisten Orte bringen euch eine neue Multiplayer-Mission. Leider ist Eos nicht so sehr begehbar wie im Hauptspiel, doch die Missionen zeigen viele verschiedene Orte und was aus ihnen geworden ist. Neben Lestallum als eure HUB-Welt, sind auch noch ein paar andere Orte. Jedoch hätten etwas mehr Orte hier nicht geschadet. Das Versorgen mit Energie ist sehr grind-lastig, weswegen Ihr gezwungen seid Missionen mehrmals zu machen. In den Missionen könnt Ihr sowohl mit einer Gruppe an Freunden, neuen Online-Spielern oder einer KI in den Kampf ziehen. Zu viert nehmt ihr die Missionen in Angriff, welche variabler als die meisten Quests im Hauptspiel gestaltet sind. So müsst ihr entweder eine bestimmte Anzahl an Wellen der Gegner besiegen, ein Fahrzeug sicher eskortieren (unter anderem Cindy) oder ein Gebäude beschützen. Zwar gibt es für jede Mission ein empfohlenes Level, jedoch ist nichts vorgeschriebene. Ihr könnt mit Level fünf eine Mission mit einem empfohlenen Level von 40 spielen, jedoch könnte es dann schwer werden.

Somit ist der Multiplayer zweigeteilt: Solomissionen, welche die Story vorantreiben, und Multiplayermissionen, welche euch Energie, Erfahrungspunkte und Items geben. Appropos Items…

Sword and Shield

Das Kampfsystem der Gefährten-Erweiterung ist zwar im Grunde das selbe wie im Hauptspiel, kommt jedoch mit einigen Änderungen her. Zu aller erste: Items und ausrüstbare Zauber fallen weg. Stattdessen könnt Ihr euch immer per Heilzauber heilen, offensive Zauber sind von den Waffen abhängig. Diese haben auch ein gehöriges Update bekommen. In der Auswahl fielen zwar einige Kategorien weg, jedoch kamen einige dazu. Die meisten basieren auf den Royal Weapons, wie die Keule, der Shuriken oder die Armbrust, geblieben sind aber die Dolche, Schilde und Lanzen. Erhaltene Items könnt ihr bei Cid zum Crafen benutzen, welches mehr Tiefgang besitzt als anfangs gedacht. Jedes Item gib eine bestimmte Anzahl an Erfahrungspunkten, jedoch geben viele davon auch einen besonderen Effekt an die Waffe ab. Hab Ihr bestimmte Bedingungen erfüllt, so wird die Waffe neu modelliert und erhält eine neue Form. So mit kann das eigene Inventar noch mehr individualisiert werden als im Hauptteil. Hinzu kommen noch die Siegel der Könige von Lucis, welche Ihr finden könnt und euch weitere Boni im Kampf geben.

FINAL FANTASY XV MULTIPLAYER EXPANSION: COMRADES TGS 2017

Dieses Video ansehen auf YouTube.

I’ve come up with a new recepie

Campen war ein wichtiges Feature in Final Fantasy XV, welches sich auch hier wiederfindet. Die größte Neuerung findet sich jedoch in den Mahlzeiten wieder. Das neue System orientiert sich nämlich stark an the Legend of Zelda: Breath of the Wild. Während der Mission könnt Ihr einzelne Zutaten aufheben. Nach einer erfolgreichen Mission wird aus den gesammelten Zutaten eurer Party ein Gericht gekocht, welches euch für die nächste Mission Buffs bringt. Neben alten Gerichten gibt es auch viele Neue. Die Buffs die man daraus erhält sind jedoch neu an den Multiplayer angepasst.

Choosing Hope

Eine der Sachen für die Final Fantasy-Spiele immer bekannt war, war der Soundtrack. Auch hier ist das der Fall. Mit Nobou Uematsu ist das Final Fantasy-Urgestein wieder als Komponist tätig und brachte gleich mehrere neue Soundtracks mit sich. Das Haupt-Theme Choosing Hope wird zwar groß gefeatured, jedoch gibt es auch genügend neue Soundtracks, welche Ihr während der Missionen hören könnt. Leider ist es hier nicht möglich alte Soundtracks der Final Fantasy-Teile sich anzuhören.

But there is one thing…

Die Multiplayer-Erweiterung Gefährten hat sich bisher ganz gut geschlagen, jedoch ist sie nicht perfekt. Der größte Kritikpunkt ist nämlich die Technik. Gelegentliche Ruckler und häufige Ladezeiten sind noch zu verkraften. Was jedoch mehr aufs Gemüt schlägt ist, wenn Gegner falsch spawnen und man sie nicht mehr angreifen kann oder sie erst gar nicht auftauchen und man deswegen gezwungen ist die Mission abzubrechen. Mehrere Missionen sind sehr bug-anfällig und machen es somit zum Glücksspiel ob man sie richtig spielen kann oder nicht. Bevor man eine Mission beginn, wird man erst an einen Platz gebracht wo man wartet, bis sich drei weitere Spieler gefunden haben. Die Zeit dafür liegt normalerweise unter einer Minute inklusive Countdown. Ist dieser abgelaufen bekommt man die Option es erneut zu versuchen, abzubrechen oder mit der KI fortzufahren. Was jedoch auch oft der Fall passiert ist, dass man sich für längere Zeit da aufhält ohne Countdown oder Option abzubrechen. Auch die Anzeige für die benötigten Erfahrungspunkte zum nächsten Stufenaufstieg kann schon mal ins Minus fallen, was sich erst nach mehreren Aufstiegen lösen lässt.

FFXV Multiplayer Expansion Comrades – Launch Trailer

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Trotz verbesserbarer Technik ist der Multiplayer zu Final Fantasy XV großartig. Fans können sich darauf freuen ein neues Kapitel zu erleben (inklusive einiger Magic Moments), Multiplayer-Fans und Gamer zu gleich bekommen hier viel Content geliefert und selbst Singleplayer kommen hier dank der KI und dem Match Making auf ihre Kosten. Final Fantasy XV: Gefährten ist es eindeutig wert gespielt zu werden.

Schlagwörter Final FantasyFinal Fantasy XVMultiplayerSquare Enix

Das könnte dir auch gefallen

One thought on “Review: Final Fantasy XV: Gefährten – Was kann der Multiplayer”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Letzte Forenbeiträge

%d Bloggern gefällt das: